Lego und Innovation: Wie passt das zusammen?

Am 8. September 2020 fand im DOCK ONE unser erster Lego-Workshop statt. Ziel war es, die Methode kennenzulernen und zu prüfen, ob sie sich für uns im Kontext der Innovation eignet. Aus diesem Grund haben wir sie im Rahmen einer internen bestehenden Problemstellung getestet. Die Aufgabe bestand darin, die Innovationsperformance des  Innovationsprozesses vom DOCK ONE zu steigern. Dieser umfasst den Prozess von der Einreichung einer Idee im DOCK ONE bis zu deren Umsetzung.

Zu Beginn bestand bei einem Teil der Teilnehmer große Skepsis gegenüber der Methode – „Was bringt es uns hier mit Lego zu bauen?“. Dennoch war die Beteiligung an den Aufgaben sehr gut, was sicherlich auch am hohen Spaß- und Nostalgiefaktor des Lego-Bauens gelegen hat. Nach einer kleinen Einführung in die Methodik und Warm-Up-Übungen begann der inhaltliche Teil des Workshops. Zu Beginn haben wir versucht, den Begriff „Innovationsperformance“ für uns zu definieren und in einem Lego-Modell nachzubauen. Entstanden sind kreative Modelle, die beispielsweise den Weg einer Idee beschreiben und aufzeigen, dass viele Ideen benötigt werden, bis eine „Rakete“ dabei ist. Auch die Signifikanz von Transparenz und Teamarbeit wurden visuell hervorgehoben. Die Herausforderung dabei liegt darin, die Gedanken und Ideen auf das Wesentliche herunterzubrechen, um sie metaphorisch mit den Lego-Bausteinen zum Ausdruck bringen zu können.

Die nächste Aufgabe war es, Probleme im aktuellen Innovationsprozess zu identifizieren und diese mit Lego-Steinen darzustellen. Durch vorangegangene Interviews mit encoway-Kollegen wurden weitere Probleme gesammelt und mit in den Workshop einbezogen. Auf dieser Basis konnten wir im nächsten Schritt mit der „Ideen finden“-Phase beginnen. Der Fokus hierbei lag auf der qualitativen und quantitativen Förderung von neuen Ideen und wie die Kollegen im Innovationsprozess unterstützt werden könnten. Das Ergebnis waren sehr kreative und vielfältige Lego-Modelle. Diese umfassten neben dem DOCK ONE auch die Innovationskultur innerhalb der Lenze Gruppe.

Wichtiger jedoch als das Bauen ist die anschließende Erklärungs- und Diskussionsrunde. Hierbei werden die Modelle jeweils einzeln vorgestellt und mit der Gruppe diskutiert. Erst dadurch entstehen die vielversprechendsten Gedanken, mit denen die Modelle weiterentwickelt werden. Als Ergebnis entstand ein Gruppenmodell mit dem die Ansichten aller Teilnehmer zusammengeführt werden konnten.

Das Feedback für den Workshop fiel durchweg positiv aus. Die anfängliche Skepsis konnte gut überwunden werden. Außerdem bestand eine sehr positive Grundstimmung mit viel Akzeptanz und Wertschätzung gegenüber den Teilnehmern. Diese trugen zu einer sehr angenehmen Arbeitsatmosphäre bei. Auch die resultierenden Ergebnisse sind positiv zur Kenntnis genommen worden. Gerade das Vorstellen und Sprechen über die Lego-Modelle hat sich als sehr sinnvoll erwiesen. In diesen Diskussionen konnte sich jeder frei einbringen und die Ideen der einzelnen Teilnehmer durch konstruktives Feedback weiterentwickeln. Interessant zu sehen war es, dass trotz derselben Aufgabenstellung unterschiedlichste Ausführungen gebaut worden. Für uns war es sehr interessant, dieses Workshop-Konzept kennenzulernen und wir werden es in Zukunft sicherlich noch weitere Male für uns ausprobieren.