Was passiert im Forschungsprojekt LongLife?

Der nächste Schritt im Projekt LongLife ist getan. Am 2. Dezember konnte die Aufnahme von Motorstromdaten an einem Spiralrolltor der Firma EFAFLEX Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG vor Ort gestartet werden. Dafür haben wir einen Industriecomputer mit einem Lenze-Umrichter verbunden. Am kommenden Montag den 7. Februar folgt die Datenaufnahme an einem zweiten Tor.
 
Ziel ist es mithilfe der Daten die Restlebensdauer einzelner Komponenten zu ermitteln. Bislang waren wir bei der Datenaufnahme im Projekt auf ein Demotor im BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH begrenzt.

Durch die Tore bei der BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG können wir die Datenmenge erhöhen und zeitgleich Einblicke in das Verhalten der Komponenten unter realen Nutzungsbedingungen erhalten.

So können wir jetzt live Daten wie z. B. Motorstrom, Drehstrom und Drehzahl aufzeichnen und in einer influx-Datenbank speichern. Über Grafana können diese Daten dann problemlos visualisiert werden.

Datenaufnahme beim Rolltor im BIBA – Grafana Ansicht

Als nächstes geht es in erster Linie darum, eine gute Datenbasis aufzubauen und erste Anomalien zu erkennen. Für die Erstellung der Prognosemodelle wird in Zusammenarbeit mit dem BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH ein Modell entwickelt, welches die Ist-Daten mit Soll-Werten vergleicht, um daraus Rückschlüssen auf den tatsächlichen Zustand der kritischen Komponenten zu ziehen.

Das Projekt startete am 01. Juli 2019 und läuft bis Dezember 2022. Förderer des anwendungsnahen Forschungsprojektes ist das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Wir sind gespannt, welche spannenden Schlüsse wir aus den Daten auslesen können und wie sich das Projekt weiterentwickelt.

Weitere Informationen zum Forschungsprojekt LongLife gibt es hier.