Unser erster Remote-Workshop – Ein Erfahrungsbericht

image0-1

Am 27.04.2020 fand ein UX Workshop für die Förderlinie „Personennahe Dienstleistungen“ statt. Organisiert von „BeDien“ und vorbereitet und moderiert von uns, ist dieser Workshop, in Anbetracht der Umstände rund um die Covid-19 Pandemie, innerhalb kürzester Zeit auf ein Remote UX Workshop umgestellt worden. Auf der Agenda stand eine Einführung in die Welt des UX-Designs. Über Guidelines, Trends, Methoden, wie Wireframing, Personas und User Journey war ein Einstieg schnell gemacht.
Wie wir im DOCK ONE diese neue Herausforderung unseres ersten digitalen Workshops gemeistert haben, wollen wir Ihnen im Folgenden berichten.

„Hallo? Kann man mich verstehen?“ „Ja, man kann Sie hören!“

Die erste organisatorisch technische Hürde war es zunächst unsere 17 Teilnehmer aus der Sicherheit ihres eigenen Hauses heraus mit dem Moderationsteam zu verbinden. Dazu haben wir „Jitsi“ verwendet, einen Client für Videokonferenzen.

Gerade mit so vielen Teilnehmern können Videokonferenzen sehr chaotisch werden, also wurden Fragen während der Moderation nur über den integrierten Chat gestellt. Deswegen auch Moderations-TEAM, denn während einer Live-Moderation der eigenen Folien auch noch auf einen Chat zu achten ist sehr anstrengend. Unsere Moderation war also aufgeteilt in Live-Moderator/in und Chat-Moderator/in.

Neben der verbalen Kommunikation muss das Ganze designtypisch auch visuell ausgestaltet werden und da kommt „Mural“ ins Spiel.

Mural war für den Workshop das digitale Whiteboard. Dort konnten sowohl die Moderatoren als auch die Teilnehmer frei Material und Post It‘s anheften, ganz wie von analogen Workshops bereits bekannt. Dabei bleibt das digitale Board stets dynamisch, um z.B. Abweichungen von Zeitplan aufzunehmen.

Nach der Vermittlung von Grundsätzen und Fortgeschrittenem im ersten Teil des Workshops gingen die Teilnehmer in eine 1.5 Stündige Prototyping Phase über, wo das neue Wissen direkt Anwendung finden sollte.

Anhand einer Kombination aus User Journey und Persona sollte ein einfacher Prototyp mit Hilfe der App „Marvel“ entwickelt werden. In dieser Designphase wurden die Teilnehmer in individuelle Teamräume in Jitsi aufgeteilt, um der Kommunikation freien Lauf zu lassen. Am Ende dieser Phase des Workshops kehrten wir mit den Teams erneut sowohl zum Mural Board als auch in einen gemeinsamen Jitsi-Raum zurück, um dort die Ergebnisse zu präsentieren und Feedback zu geben.

Nach Abschluss dieses ersten digitalen Workshops sind nicht nur die Teilnehmer mit mehr Wissen herausgegangen, sondern auch unsere Moderation konnte viele Erkenntnisse zum Abhalten von Remote-Workshops sammeln. Schwierig war es besonders UX-Novizen in die Materialien der Prototypenphase einzugewöhnen. Eine User Journey als Material auf Anhieb voll auszunutzen ist sicherlich anspruchsvoll. Dazu kommt auch noch die Nutzung in einer, für die meisten, fremden Anwendung. Eine Live-Betreuung kann das sicherlich gut abfedern, allerdings müssen wir digital auf einfachere Problemstellungen zurückgreifen. Abschließend hat sich die doppelte Moderation als besonders erleichternd herausgestellt. So kann sich eine Person immer auf das ungestörte Vermitteln der Inhalte konzentrieren, während die andere dediziert Fragen und technische Probleme abwickelt. In einem nächsten Workshop, der bereits im August stattfinden soll, möchten wir unseren Teilnehmern noch mehr Zeit geben aus dem Workshop zu lernen, indem wir das Seminar auf 2 Tage aufteilen – wir sind schon gespannt und freuen uns auf viele weitere (Remote-) Workshops.

Simon Fischer

Projektmanager & Design Thinking Coach Jacobs University Bremen gGmbH

Für eine heterogene Gruppe mit knapp 50 Unternehmen - von der kleinen Programmierbude bis hin zum globalen Autohersteller - haben wir das DOCK ONE beauftragt einen UX-Workshop auszurichten. In knapp 4 Stunden wurden Grundlagen, praktische Ansätze und hands-on Beispiele im Kontext von UX-Design eingängig behandelt. Der eigentliche Workshop war ursprünglich analog geplant. Daraus wurde nichts wegen Corona. Innerhalb weniger Tage gestaltete das DOCK ONE eine beeindruckende Alternative, die uns ermutigt digitale Formate und Zusammenarbeit anders zu denken.

Sie möchten weitere Informationen?

Sind Sie an weiteren Informationen zum UX Design oder an einem (Remote-) Workshop für sich und ihre Mitarbeiter interessiert? Wir beraten Sie gerne.

Kontaktieren Sie uns.

Stefanie ist User Experience Designer im DOCK ONE. Sie hat im Bachelor sowie im Master Informatik studiert. Sie ist die Schnittstelle zwischen dem Nutzer und dem Entwicklerteam. Als User Experience Designer steht für sie das Nutzungserlebnis im Mittelpunkt.